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Rhabarber Chutney - so schmeckt der Frühling!

Rhabarber Chutney  - so schmeckt der Frühling!

Beim Rhabarber scheiden sich die Geister in unserer Familie. Mein Mann liebt ihn über alles und unsere Söhne gehen überhaupt nicht an dieses Gemüse. Ich muss zugeben, dass ich es auch nicht wirklich mag. Schon als Kind habe ich immer einen großen Bogen darum gemacht. Meine Mutter hat alles versucht, um mich an dieses gesunde Gemüse heranzuführen. Selbst liebevoll in Kuchenteig verpackt und mit reichlich Streuseln bedeckt konnte es mich nicht wirklich überzeugen. Wie ist es bei Dir? Liebst oder hasst Du dieses Gemüse?

Wenn Du bisher einen Bogen darum gemacht hast, dann solltest Du es vielleicht einmal so wie ich machen. Es heißt doch immer “Jeder verdient eine zweite Chance”. Ich beziehe diese Redensart auch gerne auf Lebensmittel. Vielleicht hat der süße Zucker im Kuchen den Rhabarber Geschmack ordentlich verstärkt und zu sehr hervortreten lassen. Also versuche ich es doch einmal mit einer herzhaften Variante. Bist Du dabei?

Was Du über Rhabarber und die Verarbeitung dieses Gemüses wissen solltest, habe ich in meinem Artikel Rhabarber: 5 Fakten, die Du unbedingt kennen solltest zusammengefasst. Lies diese Fakten unbedingt, bevor Du Rhabarber verzehrst!

Doch nun zurück zu diesem Rezept.

Vorbemerkungen zum Rezept

Damit die Säure des Rhabarbers nicht zu dominant ist, verwende ich für dieses Chutney getrocknete Cranberries. Diese sind bereits gezuckert, so dass ich dem Chutney nicht mehr zu viel Süße hinzufügen möchte. Um es auf gesunde Weise zu süßen, verwende ich etwas Honig.

Es empfiehlt sich zudem die Cranberries vorab, für eine kurze Zeit ein zu weichen. So habe ich das übrigens auch schon bei meinem Bretonischer Aprikosen-Far gemacht. Sie sind dann wieder schön saftig.

Bitte achte diesmal bei dem Saft, den Du verwendest, unbedingt darauf, dass es sich um reinen Fruchtsaft (also Direktsaft) handelt, denn das im Rhabarber enthaltene Oxalat ist nicht nur giftig, sondern auch wasserlöslich. Damit wir die Oxalsäure durch das Erhitzen vermindern, ist es wichtig, dass wir uns dieses Gift nicht in unseren leckeren Sud holen. Schau Dir dazu gerne noch einmal den Punkt 4 hier an.

Die bei den Zutaten angegebene Menge an Rhabarber bezieht sich auf den bereits von seinen Blätter befreiten Rhabarber. Ich schäle ihn nicht, denn die Saison hat gerade erst angefangen. Solltest Du dieses Chutney gegen Ende der Rhabarbersaison zubereiten, empfiehlt es sich, den Rhabarber zu schälen, denn seine Haut könnte dann bereits sehr hart sein.

Außerdem solltest Du versuchen, das Chutney möglichst mit Ceylon Zimt zu würzen, denn dieser enthält kaum Cumarin. Letzteres ist nicht so gesund und leider im günstigeren Cassia Zimt (auch China Zimt genannt) in größerer Menge vorhanden.

Als besondere Würze füge ich eine Harissa Gewürzmischung hinzu. Das ist eine Mischung aus Knoblauch, Chili, Paprika, Koriander und Cumin.

Küchengeräte und -utensilien

Die Grillsaison beginnt ja nun wieder. Dazu verwenden wir immer gerne Grillsaucen. Ich empfehle Dir dieses Chutney für Deine nächste Grillenparty. Viel Spaß beim Nachmachen!

Rezept zu „Rhabarber Chutney - so schmeckt der Frühling!“

Zutaten

  • 100 g Cranberries getocknet und gezuckert
  • 150 ml Orangensaft Direktsaft, Bio
  • 50 ml Orangensaft zum Schluss noch hinzufügen
  • 1 EL Olivenöl nativ, kaltgepresst
  • 2 Zwiebeln rot
  • 300 g Rhabarber Bio
  • 150 g Apfel Bio
  • 1/4 TL Zimt Ceylon Zimt
  • 2 TL Harissa
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Senf grobkörnig
  • 3 EL Apfelessig
  • 2 TL Honig

Anleitung

  1. Vorbereitend saubere und sterilisierte Schraubgläser bereitstellen. Außerdem die Cranberries für etwa 1 Stunde in dem Orangensaft einweichen.

  2. Die Zwiebeln schälen und in ganze oder halbe Ringe schneiden. Tipp: Du brauchst die Zwiebeln nicht so fein zu schneiden, denn sie werden später noch mit den anderen Zutaten im Standmixer zerkleinert.
    Die Zwiebeln schälen und in ganze oder halbe Ringe schneiden. Tipp: Du brauchst die Zwiebeln nicht so fein zu schneiden, denn sie werden später noch mit den anderen Zutaten im Standmixer zerkleinert.

  3. Außerdem die Rhabarber Stangen abwaschen, abtrocknen und die Blätter sowie die Enden abschneiden. Tipp: Sollten sich dabei Fäden lösen, ziehe diese einfach ab.
    Außerdem die  Rhabarber Stangen abwaschen, abtrocknen und die Blätter sowie die Enden abschneiden. Tipp: Sollten sich dabei Fäden lösen, ziehe diese einfach ab.

  4. Den Apfel abwaschen, entkernen, eventuell schlechte Stellen großzügig wegschneiden und in Stücke schneiden.
    Den Apfel abwaschen, entkernen, eventuell schlechte Stellen großzügig wegschneiden und in Stücke schneiden.

  5. Das Olivenöl in die Pfanne geben und erhitzen.

  6. Zunächst die Zwiebeln darin anschwitzen, bis sie glasig sind.
    Zunächst die Zwiebeln darin anschwitzen, bis sie glasig sind.

  7. Dien Rhabarber- sowie die Apfelstücke nun zu den Zwiebeln in die Pfanne geben.

  8. Ebenso den Orangensaft mit den Cranberries, das Salz sowie den Apfelessig hinzufügen und alles bei mittlerer Hitze so lange einköcheln, bis der Apfel und der Rhabarber weich sind. Das hat bei mir etwa 20 Minuten gedauert.
    Ebenso den Orangensaft mit den Cranberries, das Salz sowie den Apfelessig hinzufügen und alles bei mittlerer Hitze so lange einköcheln, bis der Apfel und der Rhabarber weich sind. Das hat bei mir etwa 20 Minuten gedauert.

  9. Diese Masse dann in den Standmixer geben und etwas zerkleinern. Tipp: Mit der Pulsfunktion arbeiten.

  10. Die nun cremigere Masse wieder in die Pfanne geben, die restlichen 50 ml Orangensaft hinzufügen und die Masse noch einmal kurz aufkochen lassen und dann erst den den Senf, den Zimt sowie den Honig hinzufügen, noch ein wenig erwärmen und gut verrühren. Tipp: Der Honig wird erst jetzt hinzugeführt, weil Honig nicht über 40 Grad erwärmt werden sollte. Er verliert sonst wichtige Enzyme. Ebenso sollte Zimt auch nicht zu lange gekocht werden, denn sonst wird er bitter. Der grobkörnige Senf ist zwar etwas hitzeresistenter als Tafelsenf, aber ich möchte, dass der Senf seine Schärfe entfalten kann und zudem möchte ich zu der cremigen Textur des Chutneys eine etwas gröbere Textur hinzufügen.

  11. Abschließend das Rhabarber Chutney in die vorbereiteten Schraubgläser geben, dabei 1 cm Rand lassen.

  12. Lasst Euch Euer Chutney schmecken!
    Lasst Euch Euer Chutney schmecken!

Rezepthinweise

Dies ist mein erstes Chutney. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, aber ich muss zugeben, dass ich mir wegen der Konsistenz etwas unsicher bin. Hast Du Erfahrungen mit Chutneys? Sollen die wirklich cremig sein? Vielleicht kannst Du mir ja weiterhelfen.

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