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Der Liebesapfel

Der Liebesapfel

Für die Frucht, um die es in diesem Beitrag geht, gibt es viele Namen. So wurde sie Paradeiser (oder auch Paradiesapfel), aber ebenso Liebesapfel genannt, bevor sie im 19. Jahrhundert den uns allen bekannten Namen Tomate erhielt.

Lange Zeit galt sie als Pflanze, die giftig und damit ungenießbar sei. Die veraltete Bezeichnung Liebesapfel deutet darauf hin, dass sie in dem Ruf stand, bei Genuss den „Liebeswahn hervorzurufen“. Heute wissen wir glücklicherweise, dass die reife Frucht weder giftig ist noch uns liebes-wahnsinnig macht. Lediglich die grünen Früchte und auch die Stängel sowie die Blätter enthalten den Giftstoff Solanin und sollten deshalb nicht verzehrt werden.

Die etwas älteren Bezeichnungen Paradiesapfel und _Liebesapfel_ lassen vermuten, dass es sich hierbei um eine Frucht handelt. Auch nennen wir sie ganz selbstverständlich Frucht, ohne sie jedoch in Frucht- oder Obstsalaten zu verwenden. Das klingt vielleicht etwas verwirrend, lässt sich jedoch wie folgt erklären: Einerseits bestehen Früchte, wie auch die Tomate, aus Samen und  entstehen aus dem Fruchtknoten der Pflanze, aber anderseits sind Obstsorten in der Regel mehrjährig. Bei der Tomate hingegen handelt es sich um eine einjährige Pflanze. Ebenso wächst sie weder an Bäumen (wie beispielsweise Kirschen oder Pflaumen) noch an Sträuchern (wie Brombeeren oder Johannisbeeren), obwohl es auch sogenannte Strauchtomaten gibt. Letzteres bedeutet jedoch lediglich, dass diese Tomaten mit Kelch und Stielen geerntet werden.

Fazit: Die Tomaten sind eher dem Gemüse zuzuordnen.

Sicher ist, dass Tomaten zu den Nachtschattengewächsen gehören und dieses Nachtschattengewächs „hat es in sich“.

So enthält die Tomate neben den Vitaminen B1, B2 und  C auch das Provitamin A, das auch Beta-Carotin heißt. In hoher Konzentration enthält sie zudem Lycopen (auch Lycopin oder Leukopin genannt), das zu den sogenannten Radikalfängern zählt. Deshalb wird der Tomate auch nachgesagt, sie beuge Krebserkrankungen vor. Außerdem gehören noch Mineralstoffe, wie Folsäure, Magnesium, Kalium und Calcium sowie Spurenelemente, wie unter anderem Eisen, Fluor, Jod und Zink zu ihren Inhaltsstoffen. Mit ihrem geringen Kaloriengehalt von etwa 17 kcal ist sie nicht nur gesund, sondern macht auch nicht dick.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Tomatensorten, die nicht nur rot sind, sondern auch gelb oder wie die Kumato braungrün bis rotbraun sind. Des weiteren unterscheiden sich die einzelnen Formen von einander. So gibt es die kleinen, runden Cherrytomaten, die runden Strauch- und Fleischtomaten, aber auch länglichere Tomaten, wie die Flaschentomaten, die Ochsenherztomate (auch _cœur de bœuf_ genannt), die sehr stark gerippt ist und mit ihrer beutelartigen Form tatsächlich dem Herzen eines Ochsen gleichen soll.

Selbstverständlich findet sich auch in der Küche auf verschiedenste Weise Verwendung für dieses gesunde Gemüse. So kann man sie sehr gut als Salat verarbeiten, im allseits beliebten Ketchup ist sie der Hauptbestandteil, aber auch in Grillsaucen oder aber als Tomatensuppe ist sie uns allen wohl bekannt. Ganz besondere Verwendung findet sie jedoch auch in den unterschiedlichsten Saucen, die zur Pasta dargereicht werden. Dabei sind unter anderem die Sauce Bolognese, die Napoli Sauce sowie die Sauce Arrabiata zu nennen. Übrigens hat man festgestellt, dass die Tomate gekocht gesünder ist als wenn sie roh gegessen wird.

Man sollte also ruhig öfter zur Tomatensauce greifen, aber ein Tomatensalat ist auch nicht zu verachten.

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